Borys Romantschenko (†96)

Putins Bomben töten Holocaust-Überlebenden

So schaut Putins "Entnazifizierung" im Zuge seiner "militärischen Sonderoperation" in der Ukraine aus. Der am 20. Januar 1926 in Bondari bei Sumy geborene Borys Tymofeewytsch Romantschenko (ukrainisch Борис Тимофеевич Романченко) hatte vier Nazi-Konzentrationslager (Buchenwald, Peenemünde, Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen) überlebt. Was die Nazis im Zweiten Weltkrieg nicht schafften, taten nun Putins mörderische Handlanger. Einen durch die russischen Streitkräfte zu verantwortenden Bombenangriff auf sein Wohnhaus in Charkiw überlebte der 96-jährige KZ-Überlebende nicht. Somit geht ein weiteres schweres Kriegsverbrechen zu Lasten auf Putins brutalen Invasionskrieg in der Ukraine.

Bomben des russischen Präsidenten und Kriegsverbrechers Wladimir Putin (rechts im Bild) haben in Charkiw den KZ-Überlebenden Boris Romantschenko (96) das Leben gekostet.

Der Holocaust-Überlebende Boris Romantschenko (†96) ist am Freitag (18. März) durch einen Bombenangriff von Wladimir Putins Mörder-Truppen in Charkiw getötet worden!

Er sei bei einem Bombenangriff auf ein mehrstöckiges Wohnhaus, in dem er wohnte, ums Leben gekommen, teilte die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora unter Berufung auf eine Enkelin am Montag mit. "Wir sind zutiefst bestürzt." Das Wohnhaus wurde von einem Geschoss getroffen.

Romantschenko überlebte die Konzentrationslager Buchenwald, Peenemünde, Dora und Bergen-Belsen. Er sei Vizepräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora gewesen. Seit den 90er-Jahren sei er regelmäßig zu Veranstaltungen auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers bei Weimar gekommen und habe sich intensiv für die Erinnerung an die Verbrechen der Nazis eingesetzt, erklärte Stiftungsdirektor Jens-Christian Wagner.

Nach Mitteilung seiner Enkelin wohnte er in einem mehrstöckigen Gebäude, das von einem Geschoss getroffen wurde. Boris Romantschenko hatte sich intensiv für die Erinnerung an die NS-Verbrechen eingesetzt und war Vizepräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora. Seine Wohnung habe Romantschenko seit Monaten nicht verlassen – aus Angst, sich mit Corona zu infizieren.

VOX News Südtirol / red