"Wie in Südtirol wurde über Jahrzehnte mit Gewalt und Unterdrückung versucht, den dortigen einheimischen Slowenen und Kroaten, besonders nach der Machtübernahme der Faschisten, ihre nationale Identität und Sprache zu rauben und sie zu Italiener zu machen. Mehr als 5000 Italiener, darunter viele Kinder und Frauen, wurden damit in diesem Gebiet Opfer feiger Rache, die hauptsächlich durch das faschistische Regime ausgelöst wurde", erklärt der Heimatbund.
Es sei ein schöner Akt, dass alljährlich dieser armen Menschen gedacht und ihnen in Bozen auf der Quireiner Promenade ein Gedenkstein gewidmet ist, so SHB-Obmann Roland Lang und Vize-Obmann Meinrad Berger. "Mit unserer Aussage "STOP WAR!" wollten wir auch auf die Gegenwart und auf den bereits seit etwa einem Jahr andauernden Krieg in der Ukraine aufmerksam machen und ein Ende dieser mörderischen Konfliktes fordern", so die beiden Vorsitzenden des SHB.
"Sehr viele Flüchtlinge aus dem istrischen und dalmatinischen Gebiet haben in Südtirol eine neue Heimat gefunden und die meisten haben sich gut integriert. Dazu zählt auch, dass sie verstanden haben, dass auch Südtirol seine eigene Geschichte hat und vom Faschismus terrorisiert wurde wie damals die Kroaten und Slowenen", erklärt Lang.
"Wenn man der etwa 5000 italienischen Opfer gedenkt und die zuvor mindestens 30.000 von den italienischen Faschisten ermordeten Slowenen ausblendet, dann ist das Gedenken aber höchst einseitig und nationalistisch. Auch an die Tausenden von deutschen Soldaten, Volksdeutschen, Kroaten usw., die in die Karsthöhlen geworfen wurden, sollte zumindest in Bozen gerechterweise auch gedacht werden" teilt der Heimatbund mit.
Dies hat der SHB mit einem Blumengebinde mit den Schleifen „Im Gedenken aller Opfer“/ „Der Südtiroler Heimatbund“, das er am 10.Februar niederlegte, auch getan.