Das Anliegen der Handwerker: Bei der Vergabe der Aufträge berücksichtigt zu werden. "Der gesetzliche Rahmen ist gegeben. Die Teilnahme von Südtirols Klein- und Mittelbetrieben bei öffentlichen Aufträgen hat gleich einen doppelten Nutzen: zum einen bleibt die Wertschöpfung im Ort und zum anderen hat es einen Nachhaltigkeitseffekt für Auftraggeber und Auftragnehmer, wenn ortsansässige Betriebe Arbeiten übernehmen", betonte Pöhl. Notwendig wäre außerdem, die Ausschreibungen nach Einheitspreisen zu gewährleisten.
Bürgermeister wie Gemeindesekretär berichteten über die gute Zusammenarbeit mit dem Handwerk vor Ort. "Es ist auch in unserem Sinne, Aufträge in Lose und Gewerke auszuschreiben, damit mehrere verschiedene Unternehmen von öffentlichen Arbeiten profitieren", erklärte Bürgermeister Stefan Leiter. Als Beispiel wurde die Realisierung des Feuerwehrgerätehauses genannt, welches im Frühjahr 2023 gebaut werden soll und wo nach dem Verfahren der Lose und Gewerke ausgeschrieben werden soll. In Planung ist außerdem der Bau eines neuen Musikprobenlokals, dessen Ausschreibung nach der Realisierung des Feuerwehrgerätehauses erfolgen soll. Gemeinde und lvh werden die Bauprojekte im Rahmen der nächsten lvh-Ortsversammlung im Herbst den Handwerksunternehmern vorstellen.
Im Zuge des Treffens kamen noch weitere Themen zur Sprache. So zum Beispiel das neue Landesgesetz für Raum und Landschaft und der damit zusammenhängende Gemeindeentwicklungsplan sowie die Preisrevisionen und Preissteigerungen. Gemeinsam wolle man auch hinsichtlich dieser Punkte an einem Strang ziehen.